Unser Kreuz am höchsten Punkt von Berg

Das Kreuz für die Grafische Triste (2553m), dem höchsten Punkt der Gemeinde Berg, wird nach der Gipfelmesse seiner Bestimmung übergeben.

Seit 15. Juli 2022 steht auf dem höchstgelegenen Punkt der Gemeinde Berg im Drautal (Grafische Triste, 2.553 m) ein Kreuz, das vom MGV Harmonie Berg aufgestellt wurde. Nach Idee und Initiative der beiden jungen Sänger Benjamin Fritzer und Matthias Hartlieb.

21.07.2022, Foto: Marco Sattlegger

„Bei einer Wanderung auf den Großglockner im Sommer 2020 entstand die Idee, auf dem höchsten Punkt unserer Gemeinde ein Kreuz zu errichten“, berichtet Matthias Hartlieb, der gemeinsam mit Benjamin Fritzer zu den Projektinitiatoren gehört. Tatkräftige Unterstützung erhielten die beiden jungen Sänger von Chorleiter Karl Ebenberger und Obmann Andreas Mößlacher. Denn, nachdem die ersten Skizzen vom Kreuz angefertigt waren, zeigte sich der Männergesangsverein Harmonie Berg bereit, das Projekt zu unterstützen und in Angriff zu nehmen.

Das Kreuz wurde im Maßstab 1:1000 zum Berg gefertigt. Die Holzarbeiten erfolgten in der Firma Unterwaditzer durch Benjamin Fritzer, Karl Ebenberger, Matthias Hartlieb und Reinhard Hassler. Die Metallarbeiten wurden in der Firma Alphatec von Manuel Dürnegger und Markus Zmölnig durchgeführt. Die Idee zum Schriftzug „In Berg bin i gern“ im Querbalken stammt von Hermann Hartlieb. Nach Gipfelvermessung und Standortbestimmung wurde der Bodenschuh gebohrt.

Vom Tal auf den Berg

Beginnend vom geographisch tiefsten Punkt der Gemeinde, dem Draufluss am Berger Talboden (600 m), wurde das Kreuz von den Sängern des MGV Berg in zwei Etappen auf den Berg getragen. Die erste Etappe führte am 31. Juli 2021 von der Drau bis zur Kirche St. Athanas, weiter zur Pfarrkirche Berg und über die Ortschaft Emberg bis auf die Emberger Alm (1.760 m). Dort überwinterte das Kreuz.

Am 15. Juli 2022 startete die zweite Etappe. „Nach dreieinhalb Stunden Aufstieg und einer Stunde Befestigungsarbeiten folgte die Gipfelmesse mit Pfarrer Mag. Josef Allmaier, die um 12 Uhr endete. Zugleich erklangen in allen Kirchen und Kapellen unserer Gemeinde die Glocken für zehn Minuten. Zu guter Letzt erwies uns Hugo Kalcher noch die Ehre und feuerte drei Salutschüsse ab“, erzählt Matthias von einem unvergesslichen Erlebnis.

21.07.2022, Fotos: Marco Sattlegger